Masken sind Gebilde aus einer anderen Wirklichkeit. Sie kommen aus dem Nichts, werden von uns erschaffen, sind Kinder unserer Phantasie und Kreativität. Schritt für Schritt nehmen sie ihre ganz spezielle Form an, sind plötzlich sehr präsent und werden zu Figuren, zu Lebe- Wesen, wenn sie bewegt und schließlich auch gespielt werden.
Seitdem Dorothea Jöllenbeck kreativ und künstlerisch tätig ist, gehören Masken in ihr Leben. Seit vielen Jahren baut und spielt sie selbst, fertigt Auftragsarbeiten an und tritt bei unterschiedlichsten Gelegenheiten auf. Auch im Kloster Cismar haben Maskenbau und Maskenspiel inzwischen Tradition, seit 2016 findet dort einmal im Jahr ein entsprechendes künstlerisch-kreatives Projekt statt. Es erstreckt sich über einen Zeitraum von zehn Wochen und umfasst alles, was zur Arbeit mit Masken gehört.

In diesem Jahr trägt es den Titel
„Die wundersamen Alten“
Inspiriert ist dieses Motto von der – bereits Ende März beginnenden - Ausstellung 'Alte Schriftkunst....' in der „Remise“. Das riecht sehr nach Vergangenheit und klingt zudem auch ziemlich alt... Anlass genug, sich künstlerisch in gänzlich anderer Weise mit diesem Thema zu befassen. Sehr spannend zwar, doch wer will denn schon gerne alt sein? Doch darum geht es hier so gar nicht! Vielmehr ist es das Ansinnen dieses Kurses, Spaß daran zu haben, theatrale Figuren zu erschaffen, die zwar alt sind, aber eigenwillig. Und hier beginnt das Experiment: erst im künstlerischen Prozess wird deutlich werden, was in dem Altsein sonst noch steckt. Das muss entstehen, will sich zeigen, ist Überraschung und nicht planbar und obendrein auch sehr lebendig. In diesem Prozess setzt die Kursleiterin Impulse und begleitet die Teilnehmenden auf ihrem individuellen gestalterischen Weg.

Das Projekt erstreckt sich über einen Zeitraum von zehn Wochen und umfasst alles, was zur Arbeit mit Masken gehört: diese beginnt mit dem Formen und Ausgestalten des sogenannten Tonkerns, der Grundform der Maske, die nach und nach mit mehreren Schichten von - in Kleister getauchten - Papierschnipseln belegt wird. Das Äußere muss nun trocknen, wird dann danach vom Ton befreit und angemalt und schließlich in spielerischen Improvisationen zum Leben erweckt.
Den Abschluss des Projektes bildet eine Präsentation der Maskenfiguren im Rahmen der „Kunst- und Kulturtage“ am 20. und 21. Juni 2026 im Kloster Cismar.
Beginn des Langzeitprojektes für Erwachsene und Jugendliche: Mittwoch, 15. April, 19 – 21 Uhr, die weiteren Termine sind der 22. und 29. April, der 06., 13., 20. und 27. Mai, sowie der 03., 10. und 17. Juni 2026, jeweils von 19 – 21 Uhr
Leitung: Dorothea Jöllenbeck
Ort: „Kunstraum Remise“ Kloster Cismar, Bäderstr. 42, 23743 Grömitz
Kosten: 200,- € inkl. Material
Information & Anmeldung: Tel.: 04363 – 9052887,




